Lektion 13 von 24

Master Key System Lektion 13: Ursache und Wirkung verstehen

Lektion 13 des Master Key Systems in eigenen Worten: Ursache und Wirkung, was wir wirklich wollen, Geben vor Empfangen – und die Übung der Woche.

Redaktion Master Key System Insider

5 Minuten

In Lektion 12 ging es um die Kraft, die aus Konzentration und Stille entsteht. Lektion 13 beginnt bei den Träumern: Vision und Vorstellung gehen für Haanel jeder Tat voraus, und er will erklären, nach welchem Gesetz aus Vorstellungen Wirklichkeit wird. Dafür holt er weit aus, von der Methode der Naturwissenschaft bis zur Frage, was wir eigentlich wollen. Wir fassen die Lektion in eigenen Worten zusammen und zeigen dir die Übung der Woche.

Worum es in Lektion 13 geht

Das Seltene erklärt das Alltägliche

Die Wissenschaft, so Haanel, erklärt das Gewöhnliche oft über das Seltene: Ein Vulkanausbruch verrät die Hitze im Erdinnern, ein Blitz eine Kraft, die ständig wirkt, ein Fossil die Geschichte der Landschaft. Diese induktive Methode, die Francis Bacon im 17. Jahrhundert empfahl, hat Aberglauben verdrängt und der Menschheit unzählige Errungenschaften gebracht. Ihre Lehre ist Geduld: erst sorgfältig beobachten, wie Franklin mit seinem Drachen oder Galilei mit fallenden Körpern, dann Gesetze aufstellen – und keine Tatsache übergehen, nur weil sie unbequem ist.

Drei Antworten auf das Rätselhafte

Was folgt daraus, wenn manche Menschen ungewöhnliche Kräfte zu haben scheinen? Man kann es leugnen, gibt damit aber nur zu, dass einem Wissen fehlt. Man kann es für übernatürlich halten, doch für Haanel gibt es nichts Übernatürliches: Jedes Phänomen folgt einem Gesetz, das genau wirkt, ob man es bewusst nutzt oder nicht. Oder man erklärt das Feld für verboten, ein Einwand, den sich jeder Fortschritt anhören musste, von Kolumbus bis Darwin. Haanel rät, jede Tatsache zu prüfen. Am Ende lässt sich für ihn jede Erfahrung, ob körperlich, geistig oder seelisch, aus der schöpferischen Kraft der Gedanken erklären. Bei gesundheitlichen Beschwerden ersetzt das keine ärztliche Behandlung.

Was wir wirklich wollen

Denken schafft nach Haanel Umstände, die der vorherrschenden Haltung entsprechen. Angst hält er für eine besonders mächtige Art zu denken, die zerstören kann, was über Jahre aufgebaut wurde. Auch wer sich auf Besitz konzentriert und ihn gewinnt, merkt oft, dass er nicht die erhoffte Befriedigung bringt. Was alle Menschen eigentlich suchen, sind für Haanel Glück und Harmonie. Dazu gehören Gesundheit und Kraft, Freunde, ein angenehmes Umfeld und Mittel, die über das Nötigste hinausreichen. Statt uns klein zu machen, dürfen wir nach seiner Überzeugung das Beste für uns beanspruchen, weil wir mit dem universellen Geist eins sind.

Erst geben, dann empfangen

Wie wird aus dieser Einsicht ein Ergebnis? Durch Anwendung. Ein Sportler, der nur Bücher über Training liest, wird nicht stärker. Ebenso kehrt nach Haanel zu uns zurück, was wir geben, doch das Geben kommt zuerst, und es ist ein geistiger Vorgang: Wer in Gedanken Mut, Zuversicht oder Hilfe aussendet, setzt Ursachen in Gang. Schöpferisch ist nur Denken, das bewusst, planvoll und aufbauend gelenkt wird. Dem universellen Geist dagegen den Weg vorschreiben zu wollen, hält Haanel für die Wurzel jedes Scheiterns. Wer endlich ist, kann dem Unendlichen keinen Rat geben.

Die Kernaussage

Jede Wirkung hat eine Ursache, und für Haanel liegt sie im Denken, auch dort, wo etwas zunächst rätselhaft erscheint. Wer das Gesetz nutzen will, gibt zuerst, hält sein Ideal klar und überlässt die Wege dem universellen Geist.

Die Übung der Woche: Teil des Ganzen

Grundlage der Übung ist ein Gedanke aus der Lektion: Freude kann nach Haanel nicht in einem Bewusstsein wohnen, das auf Unglück eingestellt ist. Erst ein gewandeltes Bewusstsein verändert nach und nach auch die Umstände, und wandeln kann es sich durch Erkenntnis.

  1. Nutze in dieser Woche den Grundsatz, dass aus Erkenntnis Verwirklichung wird.
  2. Mach dir bewusst, dass du zum großen Ganzen gehörst, als ein Teil davon.
  3. Denk weiter: Ein Teil muss von derselben Art und Qualität sein wie das Ganze. Ein Unterschied ist nur im Grad möglich.
  4. Bezieh das nicht auf deinen Körper, sondern auf das Ich, den denkenden Geist in dir. Er ist ein fester Bestandteil des Ganzen, ihm gleich in Substanz, Qualität und Art, denn der Schöpfer konnte nach Haanel nichts anderes erschaffen als sich selbst.
  5. Bleib bei diesem Gedanken, bis er dein Bewusstsein wirklich durchdringt. Dann, so Haanel, kannst du den Satz „Ich und der Vater sind eins“ (Johannes 10,30) aus eigener Einsicht sprechen.

Haanel sieht darin den Weg zu einem tiefen Verständnis dafür, wie groß und schön die Möglichkeiten sind, die dir offenstehen. Die Übung führt weiter, was in Lektion 12 begann: Dort ging es um die Anlagen, die alle Menschen teilen, hier um die Frage, wer du im Kern bist. In Lektion 14 richtest du die Konzentration dann auf die Harmonie.

Unser Tipp: Beginne jede Übung wie in Lektion 12 mit ein paar Minuten Entspannung. Eine Erkenntnis braucht Ruhe, um tiefer zu sinken.

Video zur Lektion

Häufige Fragen zu Lektion 13

Warum beschäftigt sich Haanel so ausführlich mit Naturwissenschaft?

Er will zeigen, dass seine Lehre demselben Weg folgt wie die Forschung: genau beobachten, auch das Ungewöhnliche ernst nehmen und erst dann ein Gesetz formulieren. Übernatürliches gibt es für ihn nicht, nur Gesetze, die wir noch nicht kennen.

Ist es falsch, sich materielle Dinge zu wünschen?

Nicht nach Haanel. Er hält es für richtig, das Beste für sich zu beanspruchen, und zählt ausreichende Mittel zu einem glücklichen Leben. Er warnt aber, dass Dinge allein selten die erhoffte Zufriedenheit bringen. Das eigentliche Ziel sind für ihn Glück und Harmonie.

Warum soll ich dem universellen Geist keinen Weg vorschreiben?

Weil er nach Haanel überall gegenwärtig ist und zugleich alles weiß und alles vermag. Er kann Ursachen in Gang setzen, von denen wir nichts ahnen. Deine Aufgabe ist das klare Ideal; den Weg offenzulassen, ist für Haanel eine Frage der Einsicht, nicht der Bequemlichkeit.

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Für einen ersten Überblick reicht diese Zusammenfassung. Den vollständigen Text aller 24 Lektionen mit Übungen und Begleitvideos findest du in der Master Class. Lektion 1 kannst du außerdem kostenlos per E-Mail bekommen, mit drei Begleit-Mails durch deine erste Übungswoche.

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